Durch die Neufassung des Gesetzes werden unter anderem Steuerberatern weitergehende Pflichten im Bereich der Geldwäscheprävention auferlegt. Im Mittelpunkt der Novellierung des GwG steht die stärkere Gewichtung des „risikobasierten Ansatzes“, die Einführung eines Transparenzregisters für wirtschaftlich Berechtigte, erweiterte Pflichten bei politisch exponierten Personen (PEP) und die Verlagerung der Zentralstelle für Verdachtsmeldungen. Die Einhaltung dieser Pflichten wird künftig überwacht und mit höheren Bußgeldern als bisher sanktioniert. Hinzu kommt, dass die Bußgeldbescheide veröffentlicht werden können. Jede Steuerberatungskanzlei sollte die neuen Regeln daher kennen und umsetzen.

Die Steuerberaterkammer hat zum Themenbereich der Geldwäscheprävention folgende Arbeitshilfen (und weitere) sowie Hinweise veröffentlicht, die Ihnen die Anwendung des - zugegebenermaßen nicht immer selbsterklärenden - GwG erleichtern sollen:

•    Auslegungs- und Anwendungshinweise der Steuerberaterkammer Berlin zum Geldwäschegesetz
•    Merkblatt Pflichten für Steuerberater nach dem Geldwäschegesetz
•    Musterdokumentation zur Erfüllung der Aufzeichnungspflichten nach § 8 GwG
•    Erhebungsbögen für natürliche und juristische Personen
•    Excel-Tool Risikoanalyse GwG
•    FIU-Anhaltspunktepapier

Die Zusammenstellung der Arbeitshilfen war uns insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass den regionalen Steuerberaterkammern seit der Novellierung des GwG die Aufsicht über die Einhaltung dieser Regelungen  zugewiesen worden ist. Die Steuerberaterkammern sind gehalten, bei ihren Mitgliedern verdachtsunabhängige  Prüfungen zur Einhaltung der Anforderungen des Gesetzes durchzuführen. Dies wird in der Regel mittels standardisierten Fragebögen passieren. Wesentlicher Prüfstein wird dann die vorzulegende Dokumentation der Risikoanalyse sein. Insofern empfehlen wir – falls noch nicht erfolgt – unbedingt mit deren Erstellung zu beginnen. Zusammenfassend ergeben sich durch die Neuerungen im GwG zunächst nur weitere formelle Anforderungen, die in dieser Ausprägung bisher nicht vorhanden waren. Bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich, dass die Risikoanalyse auch einen Mehrwert für die Betrachtung der eigenen Kanzlei mit sich bringt. Denn die Risiken, die so identifiziert werden können, sind genauso geeignet die Kanzlei präventiv in anderen Bereichen zu schützen (z. B. Steuerhinterziehung, Untreuetatbestände).

Die vorgenannten Unterlagen und weitere finden Sie hier.