Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung.

Die Steuerberaterprüfung ist eine staatliche Prüfung, die vor einem Prüfungsausschuss abgelegt wird. Der Prüfungsausschuss gehört jeweils zu der für die Finanzverwaltung zuständigen obersten Landesbehörde: In Berlin ist dies die Senatsverwaltung für Finanzen. Die Teilnahme an der Prüfung setzt die Zulassung zur Prüfung voraus. Die Zulassung ist bei der Steuerberaterkammer zu beantragen, in deren Zuständigkeitsbereich die Bewerber vorwiegend beruflich tätig sind oder ihren Wohnsitz haben, sofern sie keiner Tätigkeit nachgehen.

Akademischer Ausbildungsweg

Ein Bewerber ist zur Steuerberaterprüfung zuzulassen, wenn er ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium oder ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung abgeschlossen hat. In Betracht kommen hier insbesondere Studiengänge mit einem Abschluss als Diplom-Volkswirt/in, Diplom-Kaufmann/-frau, Diplom- Betriebswirt/in, Diplom-Wirtschaftsingenieur/in und Diplom-Handelslehrer/in.

Nach Abschluss des Hochschulstudiums müssen die Bewerber auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden praktisch tätig gewesen sein. Die Tätigkeit muss mindestens drei Jahre ausgeübt worden sein, wenn die Regelstudienzeit des abgeschlossenen Hochschulstudiums weniger als vier Jahre beträgt, sonst über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren.

Beruflicher Ausbildungsweg

Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung erfolgt aber auch dann, wenn die Bewerber einen Abschluss in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf erlangt haben. Insbesondere eine Ausbildung als Steuerfachangestellter ist hinsichtlich der Prüfungszulassung als geeignet anzusehen. Aber auch eine Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellter oder ein Abschluss als Bilanzbuchhalter erfüllen die Voraussetzungen für eine Prüfungszulassung.

Bewerber mit einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung müssen nach dieser eine praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren absolviert haben, um die Zulassung zur Steuerberaterprüfung zu erlangen. Bei einer erfolgreich abgelegten Prüfung zum Steuerfachwirt oder geprüften Bilanzbuchhalter verkürzt sich der Zeitraum auf sieben Jahre.

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Für Anträge auf Zulassung zur Steuerberater- bzw. Eignungsprüfung und Anträge auf verbindliche Auskunft sowie Befreiung von der Steuerberaterprüfung benutzen Sie bitte das jeweilige Formular.